Der Brief liegt auf dem Tisch — vom Vermieter, vom Arbeitgeber oder vom Inkassobüro. Sie wissen: Jetzt brauchen Sie einen Anwalt. Aber was bringen Sie eigentlich mit? Müssen Sie alle Unterlagen in Ordnern sortieren, sich juristisch vorbereiten und im Anzug erscheinen? Die gute Nachricht: Nein. Eine gute Vorbereitung bedeutet vor allem, den Sachverhalt klar im Kopf zu haben und die Dokumente griffbereit, die den Fall berühren.
Viele Menschen schieben den Anwaltstermin heraus, weil sie nicht wissen, was sie erwartet. Dabei ist das Erstgespräch kein Test und kein Verhör — es ist ein Informationsgespräch, das Ihnen Klarheit verschaffen soll: Haben Sie einen rechtlichen Anspruch? Was sind die nächsten Schritte? Und was würde das kosten? Dieser Ratgeber zeigt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie sich sinnvoll vorbereiten, ohne sich zu überfordern.
Wer vor dem Termin weiß, was ihn erwartet, ist entspannter und bekommt mehr aus dem Gespräch heraus. Das gilt für den ersten Anwaltstermin genauso wie für ein Arztgespräch: Je klarer Sie schildern können, was passiert ist, desto gezielter kann der Anwalt einschätzen, was rechtlich möglich ist.
| Aspekt | Kurzinfo |
|---|---|
| Gesetzliche Grundlage | § 34 RVG (Erstberatungsgebühr) |
| Höchstgebühr Erstberatung | 190 € netto / 226,10 € brutto (Verbraucher) |
| Dauer Erstgespräch | 30 Minuten bis 1 Stunde |
| Kostenhilfe möglich | Beratungshilfeschein (Amtsgericht), Rechtsschutzversicherung |
| Kernunterlagen | Auslösendes Schreiben, relevante Verträge, Schriftwechsel, Ausweis |
Auf einen Blick
Erstgespräch beim Anwalt: Was leistet die anwaltliche Erstberatung?
Ein Erstgespräch beim Anwalt schafft schnell Klarheit. Die anwaltliche Erstberatung ist ein erstes, orientierendes Gespräch. Der Anwalt hört zu. Er ordnet Ihren Sachverhalt grob ein. Er skizziert mögliche nächste Schritte. Eine vollständige rechtliche Prüfung ist das nicht. Es ist ein strukturierter Überblick, der Ihnen zeigt, wo Sie rechtlich stehen.
Die Erstberatung gibt Ihnen drei konkrete Dinge: Erstens erfahren Sie, ob Ihr Anliegen rechtlich relevant ist. Zweitens hören Sie, welche Gesetze eine Rolle spielen könnten. Drittens sehen Sie, ob und wie es weitergehen könnte. Mehr wird in diesem ersten Schritt nicht erwartet — von Ihnen nicht und vom Anwalt nicht.
Kein Druck nach dem Erstgespräch
Sie sind nach der anwaltlichen Erstberatung zu nichts verpflichtet. Ob der Anwalt anschließend ein Mandat übernimmt, entscheiden Sie gemeinsam und in Ruhe. Sie können auch einen zweiten Anwalt kennenlernen, bevor Sie sich festlegen.
Das Erstgespräch ist auch Ihre Chance, den Anwalt kennenzulernen. Erklärt er verständlich? Nimmt er sich Zeit für Ihre Fragen? Fühlen Sie sich gut aufgehoben? Vertrauen zwischen Mandant und Anwalt ist die Grundlage guter Zusammenarbeit. Dieses Vertrauen dürfen Sie im Erstgespräch ruhig prüfen.
Wichtig: Grenzen Sie die Erstberatung klar von einer weitergehenden Beratung ab. Sobald der Anwalt konkrete Strategien entwickelt, Schriftsätze fertigt oder außergerichtlich tätig wird, verlässt das Mandat den Rahmen der Erstberatung. Dann gelten andere Vergütungsregeln. Der Anwalt muss Sie informieren, bevor Mehrkosten entstehen — das schreibt das Gesetz vor.
Erstberatung ist nicht gleich Ersteinschätzung
Die kostenpflichtige Erstberatung nach § 34 RVG (maximal 190 Euro netto) ist etwas anderes als eine unverbindliche Anfrage ohne Mandat. Ihr Anliegen schildern können Sie bei Advofleet Rechtsanwalt24, Advofleet Kitaplatzklage und Advofleet Firmenanwalt24; Preis und Umfang stehen vor der Beauftragung fest.
- Sie erfahren, ob Ihr Fall rechtlich relevant ist.
- Sie bekommen einen groben Überblick über Ihre Optionen.
- Sie lernen den Anwalt kennen — ohne Verpflichtung.
- Sie entscheiden danach frei, ob und wie es weitergeht.
- Mehrkosten entstehen nur, wenn Sie das ausdrücklich vereinbaren.
Checkliste: Diese Unterlagen gehören zum Anwaltstermin
Bringen Sie alle Unterlagen mit, die zu Ihrem Fall gehören. Lieber ein Dokument zu viel als zu wenig. Je besser der Anwalt den Sachverhalt nachvollziehen kann, desto effizienter läuft das Gespräch. Und desto genauer wird seine erste rechtliche Einordnung.
Diese Dokumente sind meist wichtig
- Alle Schreiben der Gegenseite: Kündigung, Bescheide, Mahnungen, Abmahnungen
- Ihre eigenen Antworten und Briefe dazu
- Relevante Verträge: Arbeitsvertrag, Mietvertrag, Kaufvertrag, Versicherungspolice
- Schriftwechsel mit der Gegenseite (auch E-Mails ausgedruckt)
- Fotos oder Quittungen, die den Fall belegen
- Kontoauszüge oder Gehaltsabrechnungen bei finanziellen Ansprüchen
Für Ihre Akte braucht der Anwalt außerdem Ihre vollständigen Kontaktdaten: Name, Adresse und Telefonnummer. Geht es um Zahlungsansprüche, notieren Sie auch Ihre Kontonummer. Kennen Sie die Adresse der Gegenseite, bringen Sie diese ebenfalls mit. Viele Kanzleien bitten beim Ersttermin um kurze Vorlage des Personalausweises. So wird Ihre Identität bestätigt und die Akte korrekt angelegt.
Fristen sofort mitteilen
Haben Sie Post von einem Gericht, einer Behörde oder einem gegnerischen Anwalt erhalten? Prüfen Sie zuerst: Steht darin eine Frist? Nennen Sie diese Frist der Kanzlei schon beim ersten Anruf, nicht erst im Gespräch selbst. So kann der Termin richtig priorisiert werden. Ein übersehener Fristvermerk im Briefkopf kann am Ende teuer werden.
Frist im Schreiben entdeckt?
Nennen Sie die Frist schon bei der Terminvereinbarung am Telefon. Nur so kann die Kanzlei einschätzen, ob schnelles Handeln nötig ist. Warten Sie nicht bis zum Gespräch selbst.
So funktioniert die Buchung bei Advofleet
Bei Advofleet buchen Sie anwaltliche Beratung oder eine passende Leistung zum vorab ausgewiesenen Preis. In unserer Angebotsübersicht sehen Sie die verfügbaren Pakete und ihren Leistungsumfang. Eine Anfrage allein enthält keine kostenlose anwaltliche Prüfung.
Was kostet die Erstberatung?
Die anwaltliche Erstberatung ist für Verbraucher gesetzlich gedeckelt: Nach § 34 RVG zahlen Sie höchstens 190 Euro netto. Wer keine abweichende Vergütungsvereinbarung trifft, zahlt nie mehr als diesen Betrag – unabhängig von der Gesprächsdauer. Eine Anfrage enthält keine anwaltliche Prüfung. Preis und Umfang stehen vor der Beauftragung fest.
Sachverhalt vorbereiten: So gelingt Ihr Beratungsgespräch beim Anwalt
Schreiben Sie vor dem Termin eine kurze Übersicht. Eine Stichwortliste reicht, kein Aufsatz. Wann hat das Problem begonnen? Was ist wann passiert? Wer war beteiligt? Diese Struktur hilft Ihrer Anwältin oder Ihrem Anwalt, sich schnell ein klares Bild zu machen. Sie vergessen im Gespräch nichts Wichtiges.
Notieren Sie außerdem Ihre konkreten Fragen. Viele Menschen gehen nervös in die anwaltliche Erstberatung. Hinterher merken sie: Die wichtigste Frage haben sie vergessen. Eine schriftliche Liste schützt davor. Typische Fragen sind: Habe ich rechtlich eine Chance? Was kostet das Verfahren ungefähr? Wie lange kann das dauern? Was muss ich selbst tun?
Seien Sie im Gespräch vollständig ehrlich. Auch wenn manche Details Sie in ein schlechteres Licht rücken. Der Anwalt steht auf Ihrer Seite. Er unterliegt der gesetzlichen Schweigepflicht nach § 203 StGB. Was Sie ihm sagen, bleibt vertraulich. Was Sie verschweigen, kann seine Einschätzung dagegen verfälschen. Im schlimmsten Fall berät er auf falscher Grundlage.
Machen Sie sich Gedanken darüber, was Sie erreichen möchten. Geht es Ihnen um eine schnelle Einigung, um finanzielle Entschädigung oder darum, Ihr Recht grundsätzlich klären zu lassen? Diese Frage hilft dem Anwalt, eine passende Strategie vorzuschlagen. Nicht jedes Problem lässt sich gerichtlich lösen. Manchmal ist eine außergerichtliche Einigung schneller, günstiger und schonender für alle Beteiligten.
Überlegen Sie außerdem, ob es Zeugen gibt. Können diese den Sachverhalt aus eigener Wahrnehmung bestätigen? Wenn ja, notieren Sie Namen und Kontaktdaten. Der Anwalt schätzt ein, ob und wie diese Personen im weiteren Verfahren eine Rolle spielen könnten.
Wichtig zu wissen
Wer alle relevanten Dokumente zum Termin mitbringt und den Sachverhalt chronologisch schildert, spart Beratungszeit. So erhalten Sie eine präzisere erste Einschätzung.
So bereiten Sie Ihren Sachverhalt in vier Schritten vor
- 1Chronologie aufschreiben: Halten Sie fest, wann was passiert ist — in Stichworten, nicht als Aufsatz. Datum, Ereignis, beteiligte Personen.
- 2Fragen notieren: Schreiben Sie Ihre wichtigsten Fragen auf und legen Sie die Liste beim Gespräch vor sich hin. So vergessen Sie nichts.
- 3Ziel klären: Überlegen Sie, was Sie erreichen möchten: schnelle Einigung, Entschädigung oder grundsätzliche Klärung? Das hilft dem Anwalt bei der Strategie.
- 4Zeugen notieren: Falls es Zeugen gibt, notieren Sie Namen und Kontaktdaten. Der Anwalt bewertet, ob und wie diese Personen relevant sind.
Jetzt den passenden Anwalt für Ihr Anliegen finden
Schildern Sie Ihr Anliegen unverbindlich — wir zeigen Ihnen spezialisierte Anwälte, die transparent über Kosten und Ablauf informieren.
Anwaltliche Beratung mit vorab ausgewiesenem Preis
Bei den meisten Anwälten kostet die Erstberatung nach § 34 RVG bis zu 190 Euro netto. Bevor Sie Geld für eine klassische Erstberatung ausgeben, können Sie Ihr Anliegen schildern: bei Advofleet Rechtsanwalt24 (Privatrecht), bei Advofleet Kitaplatzklage (Kita-/Studienplatz) und bei Advofleet Firmenanwalt24 (Unternehmensrecht). Eine Anfrage enthält keine anwaltliche Prüfung. Preis und Umfang stehen vor der Beauftragung.
Erstberatung beim Anwalt: Kosten (max. 190 €) und wer sie übernimmt
Die Erstberatung beim Anwalt kostet für Verbraucher maximal 190 Euro netto. Diese Obergrenze legt § 34 RVG fest. Mit 19 Prozent Mehrwertsteuer sind das höchstens 226,10 Euro brutto. Liegt keine Vergütungsvereinbarung vor, darf der Anwalt diesen Betrag bei Verbrauchern im Sinne von § 13 BGB nicht überschreiten.
Dauert die Beratung länger — etwa weil umfangreiche Unterlagen zu sichten sind oder mehrere Sitzungen nötig werden — gilt eine zweite gesetzliche Grenze von 250 Euro netto, ebenfalls nach § 34 RVG. Soll die Vergütung darüber hinausgehen, muss der Anwalt nach § 3a RVG eine schriftliche Vergütungsvereinbarung mit Ihnen schließen. Sie müssen dieser ausdrücklich zustimmen.
| Situation | Gesetzlicher Höchstbetrag (netto) | Brutto (inkl. 19 % MwSt.) |
|---|---|---|
| Erstberatungsgespräch (einmalig) | 190 Euro | 226,10 Euro |
| Umfangreichere Beratung (mehrere Sitzungen / Unterlagen) | 250 Euro | 297,50 Euro |
| Darüber hinaus | Nur mit schriftlicher Vergütungsvereinbarung (§ 3a RVG) | — |
Gesetzliche Obergrenzen nach § 34 RVG für Verbraucher (Stand 2026)
Rechtsschutzversicherung: Deckungszusage vorab einholen
Haben Sie eine Rechtsschutzversicherung? Prüfen Sie vor dem Termin, ob Rechtsgebiet und Ereignis versichert sind. Viele Versicherer übernehmen die Kosten der Erstberatung, wenn Sie vorher eine Deckungszusage einholen. Rufen Sie bei Ihrer Versicherung an und schildern Sie Ihr Anliegen kurz. In der Regel erhalten Sie die Rückmeldung innerhalb eines Werktages. Das Abwarten verzögert Ihren Termin kaum.
Beratungshilfe: Erstberatung für 15 Euro bei geringem Einkommen
Wer über ein geringes Einkommen verfügt, kann beim zuständigen Amtsgericht einen Beratungshilfeschein beantragen. Mit diesem Schein zahlen Sie beim Anwalt nur 15 Euro Eigenanteil. Den Rest übernimmt die Staatskasse. Beratungshilfe gilt nur für die außergerichtliche Beratung und wird pro Rechtsangelegenheit einmal gewährt.
Beratungshilfeschein beantragen — so geht's
- 1Zuständiges Amtsgericht ermitteln: Zuständig ist das Amtsgericht an Ihrem Wohnort. Die Adresse finden Sie über die Website Ihres Bundeslandes oder die Suchfunktion auf bundesjustizamt.de.
- 2Unterlagen zusammenstellen: Bringen Sie Einkommensnachweise mit (Gehaltsabrechnung, Bescheid über Grundsicherung oder Ähnliches) sowie eine kurze Schilderung Ihres Anliegens.
- 3Antrag stellen: Stellen Sie den Antrag persönlich oder schriftlich beim Amtsgericht. Viele Gerichte bieten das Formular auch online an.
- 4Schein zum Anwaltstermin mitbringen: Mit dem ausgestellten Beratungshilfeschein gehen Sie direkt zu einem Anwalt Ihrer Wahl. Sie zahlen dort nur den gesetzlichen Eigenanteil von 15 Euro.
Beratungshilfe gilt nur außergerichtlich
Für gerichtliche Verfahren gibt es die Prozesskostenhilfe nach §§ 114 ff. ZPO. Diese beantragen Sie nicht beim Amtsgericht, sondern direkt beim zuständigen Gericht im laufenden Verfahren.
Festpreise statt Stundensatz: so funktioniert es bei Advofleet
Bei Advofleet buchen Sie anwaltliche Beratung oder eine passende Leistung zum vorab ausgewiesenen Preis. In unserer Angebotsübersicht sehen Sie die verfügbaren Pakete und ihren Leistungsumfang. So wissen Sie vorher genau, was die Beratung kostet. Eine Anfrage allein enthält keine kostenlose anwaltliche Prüfung.
Ersteinschätzung ≠ kostenpflichtige Erstberatung
Eine Anfrage auf den Schwesterportalen Advofleet Rechtsanwalt24, Advofleet Kitaplatzklage oder Advofleet Firmenanwalt24 ist nicht identisch mit einer gebührenpflichtigen Erstberatung nach § 34 RVG und enthält keine anwaltliche Prüfung. Preis und Umfang stehen fest, bevor Sie Geld ausgeben.
Häufige Fragen zur Erstberatung
- Muss ich die 190 Euro sofort bezahlen? In der Regel erhalten Sie nach dem Gespräch eine Rechnung. Details klären Sie direkt mit der Kanzlei.
- Was kostet die Erstberatung ohne Rechtsschutzversicherung? Dann gilt die gesetzliche Obergrenze von 190 Euro netto als Selbstzahler, sofern keine andere Vereinbarung getroffen wurde.
- Gilt die Gebührengrenze auch für ein Telefon- oder Online-Erstgespräch? Ja, § 34 RVG unterscheidet nicht nach der Form des Gesprächs, sondern nach dessen Umfang.
Erstgespräch beim Anwalt: So läuft die Erstberatung ab – und was danach passiert
Ein Beratungsgespräch beim Rechtsanwalt dauert je nach Thema 30 bis 60 Minuten. Der Anwalt fragt zunächst Ihren Sachverhalt ab. Er sieht sich Ihre wichtigsten Dokumente an. Danach gibt er Ihnen eine erste rechtliche Einschätzung. Ein vollständiges Ergebnis muss er dabei noch nicht liefern. Er muss Ihnen aber sagen, wie die rechtliche Lage aussieht und welche nächsten Schritte sinnvoll sind.
Erstberatung auch per Telefon oder Video möglich
Viele Kanzleien bieten die anwaltliche Erstberatung auch telefonisch oder per Video an. Das ist rechtlich gleichwertig zur Beratung vor Ort. Für viele Menschen ist es zudem bequemer. Die Kosten nach § 34 RVG gelten auch hier. Wichtig: Schließen Sie den Mandatsvertrag telefonisch oder online ab, kann ein Widerrufsrecht nach § 312g BGB bestehen. Fragen Sie am besten vorab bei der Kanzlei nach.
Nach dem Gespräch: Beauftragen oder nicht?
Nach dem Gespräch entscheiden Sie, ob Sie den Anwalt beauftragen. Tun Sie das, wird ein Mandatsvertrag geschlossen — schriftlich oder in manchen Fällen auch formlos. Das Erstgespräch schafft keine Exklusivbindung. Sie können danach auch eine andere Kanzlei aufsuchen. Manche Menschen besuchen zwei oder drei Anwälte zur Erstberatung, bevor sie sich festlegen. Das ist legitim — besonders bei komplexen Fällen oder wenn Sie sich im ersten Gespräch nicht gut aufgehoben gefühlt haben.
Beauftragen Sie den Anwalt, wird er zunächst außergerichtlich tätig. Er schreibt die Gegenseite an, fordert eine Stellungnahme oder macht Ansprüche geltend. Ab diesem Punkt gelten die regulären Gebühren nach dem RVG, berechnet am Gegenstandswert. Der Anwalt muss Sie über die voraussichtlichen Kosten informieren, bevor er kostenpflichtige Maßnahmen einleitet.
Kein Mandat — kein Problem
Entscheiden Sie sich nach dem Gespräch gegen eine Beauftragung, zahlen Sie nur die Erstberatungsgebühr. Mehr nicht. Sie sind zu nichts verpflichtet.
Erstberatung nach § 34 RVG ist nicht dasselbe wie eine Anfrage ohne Mandat
Die anwaltliche Erstberatung nach § 34 RVG ist eine kostenpflichtige Leistung — gedeckelt auf maximal 190 Euro netto. Eine Anfrage auf Advofleet Rechtsanwalt24, Advofleet Kitaplatzklage oder Advofleet Firmenanwalt24 enthält keine anwaltliche Prüfung. Preis und Umfang stehen vor der Beauftragung fest. Für privatrechtliche Fragen schildern Sie Ihr Anliegen bei Advofleet Rechtsanwalt24, für Kita-Platz-Fälle bei Advofleet Kitaplatzklage und für wirtschaftsrechtliche Themen bei Advofleet Firmenanwalt24. Beide Formate haben ihren Platz: Die Anfrage klärt Preis und Umfang, die kostenpflichtige Erstberatung liefert die rechtliche Einordnung.
Häufige Fragen zur anwaltlichen Erstberatung
Was kostet eine Erstberatung beim Rechtsanwalt?
Für Verbraucher ist die anwaltliche Erstberatung gesetzlich gedeckelt. Nach § 34 RVG darf der Anwalt höchstens 190 Euro netto berechnen — rund 226 Euro brutto. Das gilt, wenn keine abweichende Vergütungsvereinbarung getroffen wurde. Viele Kanzleien arbeiten mit Festpreisen und nennen den Betrag vorab. So wissen Sie genau, was auf Sie zukommt.
Wie lange dauert ein Beratungsgespräch beim Rechtsanwalt?
Ein Beratungsgespräch beim Rechtsanwalt dauert in der Regel 30 bis 60 Minuten. Bei einfachen Sachverhalten reichen oft 30 Minuten. Komplexe Fälle mit vielen Dokumenten können länger dauern. Je besser Sie vorbereitet sind, desto effizienter kann der Anwalt die Zeit nutzen.
Was sollte ich zum Erstgespräch beim Anwalt mitbringen?
- Alle relevanten Dokumente zum Sachverhalt (Verträge, Schreiben, Bescheide)
- Eine kurze schriftliche Zusammenfassung des Sachverhalts in zeitlicher Reihenfolge
- Namen und Kontaktdaten der Gegenseite, falls vorhanden
- Nachweis einer Rechtsschutzversicherung, falls vorhanden
- Ihre Fragen an den Anwalt, am besten schriftlich notiert
Muss ich die Erstberatung sofort bezahlen?
Das handhaben Kanzleien unterschiedlich. Manche stellen die Rechnung direkt nach dem Gespräch, andere erst später. Fragen Sie am besten vorab nach der Zahlungsweise.
Gilt die Erstberatung auch ohne Rechtsschutzversicherung?
Ja. Die Deckelung nach § 34 RVG gilt unabhängig davon, ob Sie rechtsschutzversichert sind. Ohne Versicherung zahlen Sie die Erstberatung selbst. Bei geringem Einkommen kommt unter Umständen Beratungshilfe in Betracht — das klärt die Kanzlei im Gespräch mit Ihnen.
Ein guter Anwaltstermin braucht keine perfekte Vorbereitung — er braucht eine ehrliche. Bringen Sie die Dokumente mit, die den Fall berühren, schildern Sie den Sachverhalt vollständig und formulieren Sie vorab, was Sie eigentlich erreichen möchten. Den Rest übernimmt der Anwalt. Und wenn Sie unsicher sind, ob Ihr Anliegen überhaupt einen Anwalt rechtfertigt: Schildern Sie es auf rechtsanwalt24.de, kitaplatzklage.de oder firmenanwalt24.de, bevor Sie Geld für eine klassische Erstberatung nach § 34 RVG ausgeben. Eine Anfrage enthält keine anwaltliche Prüfung. Preis und Umfang stehen vor der Beauftragung.